⛸️ "HIT MY HEART - Spiel mit dem Eis" von Jeannine Molitor

Veröffentlicht am 16. Oktober 2023 um 16:27

Sportsromance mit gutem Unterhaltungswert

Rezension in Text 📝 [↓] & Ton ðŸ”Š [ ↳ ] von ⛸️ "HIT MY HEART - Spiel mit dem Eis" von Jeannine Molitor

👀 >>>MEINE LESEEMPFEHLUNG AUF 1 BLICK

Wer gern Sportsromance liest, wird in diesem Buch gut, wenn auch nicht ausgesprochen anspruchsvoll unterhalten:  4 Sterne

⭐ ⭐ ⭐ ⭐ 

📝>>> INHALT

Rechts unter dem Cover kann man den Klappentext zum Roman nachlesen.

❓ >>>WIE WIRKT DAS BUCH?

Das Erste, was mir einfällt, sobald ich über den Schreibstil nachdenke, ist Folgendes: Hin und wieder flucht die Autorin ganz schön, greift mit Kraftausdrücken ganz tief in die Kiste dessen, was man seinem Chef oder der Schwiegermama/dem Schwiegerpapa nie sagen würde. [---damit er sich so arschig verhält ---dann wäre die Scheiße richtig am Dampfen --- 31 x heißt es "beschissen" --- 6 x "verfickt"] Ehrlich gesagt hat sich mir nicht wirklich erschlossen, wozu das gut sein soll oder weshalb das so oft nötig war. Mag sein, ich habe da etwas verpasst, aber der krasse Kontrast zwischen den Kraftausdrücken einerseits und der ansonsten ziemlich alltagstauglichen Sprache hat mich verblüfft und ich kann mir immer noch keinen rechten Vers darauf machen, warum die Autorin solche sprachlichen Gegensätze serviert.

Aber: Ich frage mich nicht mehr, was ein Autor/eine Autorin mir sagen will, sondern vielmehr, wie das, was geschrieben wird, bei mir ankommt. Da muss ich feststellen: Ich mag es nicht besonders, wenn ich in Texten mit auffallenden Stilmitteln konfrontiert werde, ohne die Möglichkeit zu erhalten, deren Sinn zu entschlüsseln. Dementsprechend haben mich besagte Kraftausdrücke eigentlich nur gestört – oder ich war einfach nicht fähig, den „Schlüssel“ zu entdecken, der mir ihren Sinn erklärt.

Eine weitere Besonderheit dieses Romans: Zahlreiche sogenannte Idiome, also feststehende Redewendungen, sind formuliert nach dem Motto "knapp daneben ist auch vorbei."

Beispiel aus dem Roman: Du kannst wirklich von Glück sprechen, dass … oder »Und, was hat dich das kosten lassen?«, frage ich bitter.

Normalerweise heißt es: Du kannst wirklich von Glück sagen, dass … oder »Und, was hast du dich das kosten lassen?«, frage ich bitter.

Auch an dieser Stelle ist es mir nicht gelungen herauszufinden, ob es sich hierbei einfach um eine schräge persönliche Note handelt, ob diese immer wieder auftauchenden, dicht an der üblichen Ausdrucksweise vorbei formulierten Idiome eine Botschaft enthalten oder ob es sich schlichtweg um kleine sprachliche Ausrutscher handelt.

Orthographisch und leider auch im Hinblick auf die Grammatik hat das Buch Spielraum nach oben. Da hätte das Lektorat an der ein oder anderen Stelle doch einen Fehler mehr entdecken müssen.

👩👦 >>> DIE HAUPTFIGUREN

Beide Hauptfiguren fand ich auf ihre Art recht sympathisch. Chloe ist eindeutig durch den Spitzensport und das, was er mit sich bringt, psychisch sehr mitgenommen. Ihr fällt es schwer, Freundschaften aufzubauen, denn im Sport steht nun einmal die ständige Konkurrenz im Mittelpunkt. Außerdem hat sie ziemlich schlechte Erfahrungen mit sogenannten Freunden gemacht, auch wenn sie durchaus in der Lage ist, bei sich selbst dafür nach Gründen zu suchen. Zudem ist die Beziehung zu ihrem Vater gelinde gesagt schwierig, so, wie sie am Anfang des Buches dargestellt wird: Er lässt ihr keine Wahl, sondern schiebt sie förmlich nach Kanada ab, ohne ihr irgendwie Mitspracherecht einzuräumen, wie man das bei einer jungen Frau ihres Alters erwarten könnte. Viel psychischer Ballast, der es zunächst schwierig macht, auch nur vernünftig mit der neuen zwangsweise zugeteilten Mitbewohnerin angemessen umzugehen. Chloe ist diejenige, die sich im Verlauf des Romans positiv entwickelt. Mir hat es Spaß gemacht, das zu verfolgen.

Ryan ist der typische Teamkapitän seine Eishockey-Mannschaft: Er kümmert sich um seine Mannschaftskameraden, agiert und reagiert empathisch, ist Sportler mit Leib und Seele.

Ob ich es für wahrscheinlich halte oder nicht, spielt keine Rolle: Die Autorin lässt ihre beiden Sportskanonen jeweils auch mit einer anderen als ihrer sportlich hoch begabten Seite sehr aus dem Rahmen fallen. Chloe produziert Strickwerk buchstäblich am laufenden Meter und hinterlässt ihre farbenfrohen Kreationen guerillamäßig überall, auch ohne um Zustimmung zu fragen – Ryan ist nicht nur eine Sportskanone, sondern geradezu besessen davon, sich mit Literatur zu befassen. Diese ungewöhnlichen Attribute der beiden Hauptfiguren machen sie recht interessant.

🧠 >>> SACHVERSTAND & KRITIKPUNKTE

Bei Sportsromances lässt sich immer wieder feststellen, dass der zugrunde liegende Sachverstand, mit dem sie verfasst sind, durchaus auf sehr verschiedenen Niveaus angesiedelt sein kann. Bis zu einem gewissen Punkt habe ich mich bei diesem Roman gefragt, ob die Autorin mir oder sich selbst Eishockey von der Pike auf erklärt. Als ich dann (nicht zum ersten Mal in einem Liebesroman) der Bully anstatt das Bully gelesen habe, war mir klar: Sie hat sich neu in die Materie eingearbeitet.

Der Bulli ist ein Lieferwagen und Bus von VW, also ein Auto– das Bully ist der Einwurf  / das Anspiel oder das sogenannte Face-off beim Eishockey.

Hätte einer Lektorin auffallen sollen ... Kann man hier nachlesen: Eishockey Bully - Anspiel im Eishockeyspiel - Eishockey Face-Off (sportlexikon.com)

📕 >>> ZUM COVER & ZUM TITEL

Cover und Titel finde ich in Ordnung. Hit my heart ist eine nette Alliteration - Spiel mit dem Eis ein hübsches Wortspiel. Und natürlich gehört auf das Cover einer Sportsromance ein gut gebauter Kerl. Alles gut.

📑 >>> FAZIT

Die Auflösung ganz am Schluss ist mir persönlich zur unwahrscheinlich und auch irgendwie zu flach ausgefallen. Die Entwicklung dorthin war mir nicht differenziert genug ausgearbeitet. Allerdings: Sportsromance hat nicht den Anspruch, hohe Literatur zu sein. Der Roman erfüllt insgesamt die Anforderungen, die man an ein solches Buch stellen kann oder sollte, recht gut. Daher gerne vier Sterne.

⭐ ⭐ ⭐ ⭐  


Klappentext 

Chloé kann es nicht fassen. Um ihre vermasselten Semesterprüfungen nachzuholen, schickt sie ihr Vater ausgerechnet an eine Uni in Kanada – an den Ort, an dem sie die größte Niederlage ihrer Eiskunstlaufkarriere erfahren hat.

Um seine Erwartungen zu erfüllen, versucht Chloé sich auf die Uni zu konzentrieren. Als sie sich endlich wieder auf das Eis wagt, wird sie ausgerechnet von Ryan, dem äußerst attraktiven Star der College-Eishockeymannschaft, dabei erwischt. Völlig unerwartet schlägt er ihr einen Deal vor: Er hilft ihr dabei, ihre Angst vor den Sprüngen zu überwinden, wenn sie ihren Vater dazu bringt, die Eishockeymannschaft mit einem Sponsoring zu unterstützen.

Chloé stimmt dem Angebot zu, auch wenn sie die Konsequenzen noch nicht erahnen kann – und schon gar nicht die in Form der Schmetterlinge, die jedes Mal wie wild in ihrem Bauch flattern, wenn ein gewisser Eishockeyspieler mit meerblauen Augen sie anlächelt …


🔊 Und hier die Buchkritik zu ⛸️ "HIT MY HEART - Spiel mit dem Eis" von Jeannine Molitor zum Nachhören:

Teil 1:


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Impressum

Erstausgabe September 2023

Copyright © 2023 dp Verlag, ein Imprint der dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH
Made in Stuttgart with ♥
Alle Rechte vorbehalten

E-Book-ISBN: 978-3-98778-321-0
Taschenbuch-ISBN: 978-3-98778-604-4

Covergestaltung: Anne Gebhardt unter Verwendung von Motiven von depositphotos.com: © Nataliia2910@gmail.com, © kchungtw, © ellysonn
depositphotos.com: © bruno135, © tomert
stock.adobe.com: © Sky Masterson, © Viorel Sima

Lektorat: Daniela Guse

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Sämtliche Personen und Ereignisse dieses Werks sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen, ob lebend oder tot, wären rein zufällig.

Abhängig vom verwendeten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

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Herzlichen Dank an dp!

Die DIGITAL PUBLISHERS GmbH hat mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte! 😘


Bei dieser Rezension handelt es sich um eine Form unbezahlter Werbung.

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