„Die Vor-Weihnachts-Geschichte“ nach Barbara
⭐ERHELLENDE SHORTSTORY FÜR ALLE, DIE SIE NICHT ALS BLASPHEMISCH BETRACHTEN⭐
⚠️ ⚠️ ⚠️ Triggerwarnung: Hier wird Weihnachten anders erzählt als in der Bibel, gaaanz anders – und wer das nicht lesen möchte, sollte es unbedingt bleiben lassen bzw. hier stoppen 🛑. Und ja, hier könnten religiöse Gefühle verletzt werden. Oder auch nicht … Wenn eine literarische Satire Weihnachten aufs Korn nimmt, ist Vorsicht geboten. Daher die Warnung. Ich möchte niemandem, auch nicht der Heiligen Dreifaltigkeit, auf die Füße treten, lediglich von Jesu Geburt mal anders erzählen. ⚠️ ⚠️ ⚠️
💬💬💬 Ein himmlischer Trialog, gesprochen etwa 2,345 Ewigkeiten vor Entstehung unseres Sonnensystems. 💬💬💬
Es unterhalten sich:
- Gottvater ☀️
- Jesus / Sohn Gottes ❌
- Heiliger Geist 🕊️
☀️ Gottvater (gönnerhaft):
… ich finde meinen Plan brillant! Am besten lassen wir die Sache in Bethlehem stattfinden, solange dieser Blindgänger Quirinius Statthalter von Syrien ist. Das Kaff kann eine Aufwertung vertragen. Ohne die Geburt meines Sohnes kommt es sonst nie in die Geschichtsbücher und Quirinius’ Name auch nicht.
❌ Jesus (bockig):
Also ich bin total dagegen. Wir können doch sehen, wohin das alles führt. Am Ende regiert der Kommerz und es stapeln sich irgendwann Smartphones, diese Geißel der Menschheit, unter jung und unschuldig niedergemähten Tannen. Da haben wir als Trinität gar nichts davon.
🕊️ Geist (beschwichtigend):
Wissen wir zwar, denn WIR wissen ALLES. Das ist seit zwei bis drei Ewigkeiten schon ziemlich langweilig. Deshalb könnten wir doch einmal so tun, als würde es klappen – also wirklich dazu führen, dass alle gerettet werden, dass alles gut wird …
❌ Jesus (verblüfft):
Wie jetzt? Was heißt hier, dass ‚alles gut’ wird? Soll in der verflixten Krippe das Stroh etwa nicht in zarte Babyhaut piken? Soll es in Palästina etwa nicht arschkalt sein um diese Jahreszeit, wenn wir bei unserem Terminplan bleiben? Bis zum Klimawandel dauert es nach unserer Planung noch zwei weitere Jahrtausende!
🕊️ Geist (empört):
Neineinein. Ich meine die Spiritualität des Weihnachtsfestes, die wir durch diese, unsere ultimative Hinwendung zum Menschen in der Menschheit auslösen. Die wird gut. Was für eine grandiose Vorstellung!
☀️ Gottvater (voll Überzeugung):
Ich hatte eher daran gedacht, dass die Menschheit vor allem meine väterliche Liebe in diesem Akt der Erniedrigung und Selbstaufopferung erkennt! Ein einfacher Stall für die Geburt des Gottessohnes auf Erden? Das ist doch mal ein Geschenk!
❌ Jesus (spöttisch):
Wo ist da väterliche Liebe, wenn ich als wahrer Mensch und Gott zugleich den ganzen Schlamassel ausbaden soll? Erst eine verschmuddelte Krippe, in der womöglich Schafe mit Maul- und Klauenseuche ihre Nasen abgewischt haben. Dann werde ich als Flüchtlingskind nach Ägypten verfrachtet. Und am Ende … Es ist wirklich ein Kreuz mit euch beiden, dass ihr von Spiritualität faselt, von großer Geste träumt und ich mich mit der Realität dessen, was das konkret bedeutet, abrackern muss!
🕊️ Geist (salbungsvoll):
Genau darin liegt ja unsere große Geste der Hinwendung zum Menschen – äh, also zur Menschheit.
❌ Jesus (aufgebracht):
Du kannst mich mal mit deiner großen Geste. Ich hab’ keine Lust auf diese Inszenierung!
☀️ Gottvater (streng und herablassend):
Söhne müssen gehorchen!
❌ Jesus (rebellisch):
Einen Scheiß! Dreifaltigkeit ist ein gleichberechtigtes Miteinander, keine Befehlskette. Das werden ab dem Konzil in Nicäa im Jahr 325 sogar nach und nach die Katholiken kapieren.
🕊️ Geist (streng):
Du kannst zu IHM nicht einfach sagen „einen Scheiß“. Damit hast du dich in der Wortwahl vergriffen! Später wird mancher wegen Gotteslästerung aufgrund geringerer verbaler Missgriffe noch verbrannt werden …
❌ Jesus (etwas ruhiger):
Vielleicht – aber in der Sache steht meine Meinung! Ich mach’ das nicht! Wo bleibt denn da meine Würde, mein Selbstwertgefühl?
☀️ Gottvater (nörgelnd):
Immer geht es nur um dich und deine empfindliche Seele.
🕊️ Geist (nachdenklich):
Ich bin mir gar nicht sicher, ob man als Gott eine Seele besitzt. Eine Wesenheit? Ganz sicher! Und wir sind ja auch Person. Also dreifaltig Einer …
❌ Jesus (gereizt):
Bleib mir mit deinen philosophisch-theologischen Spitzfindigkeiten vom Leib!
☀️ Gottvater (zufrieden):
Ah – du gibst es also zu, dass du es grundsätzlich schon bis ins Körperliche geschafft hast?
❌ Jesus (verwirrt):
Wieso ins Körperliche?
☀️ Gottvater (sehr zufrieden):
Du hast gesagt: ‚Bleib mir vom Leib’. Ha! Spoiler! Da sind wir dann schon beim ‚Leib Christi’. Hatte ich zwar erst nach deinem Tod am Kreuz für die Eucharistiefeier vorgesehen, aber das hast du jetzt ja schon vorweggenommen.
❌ Jesus (resigniert):
Ich komme aus der Nummer nicht raus, oder? Ihr dreht und wendet es beide so, bis ich in Bethlehem geboren werde.
☀️ Gottvater & 🕊️ Geist (unisono / zufrieden):
Nein. Du kommst da nicht mehr raus. WIR wollen, dass in Bethlehem Engel auf den Feldern singen.
❌ Jesus (seufzt):
Also Bethlehem? Echt jetzt? Wenn Quirinius Landpfleger in Syrien ist?
🕊️ Geist (belehrend):
Jep. Es begibt sich aber zu der Zeit, dass Kaiser Augustus so richtig raffgierig wird und Steuerlisten anlegen lässt. Die brillante Idee, dass dazu jeder Mann samt Familie in die Stadt ziehen muss, in der er geboren wurde, damit niemand doppelt gezählt wird, kann ein Engel Augustus im Traum einflüstern. Ich denke übrigens, das sollte der Cherub Fiskus übernehmen. Der sieht mit seinen Pausbacken vollkommen harmlos aus und keiner vermutet, dass er irgendwie damit zu tun hat, was das Steuerwesen in späteren Zeiten für eine unterhaltsame Unordnung anrichtet …
☀️ Gottvater (jovial):
Dein Einsatz wird gewürdigt, mein Sohn. Wirklich. Die Menschen werden wahrnehmen, was du auf dich nimmst. Ich kann jetzt schon in so manchem Gotteshaus das Lied förmlich erklingen hören, das da heißen wird „O Jesulein zart, dein Kripplein ist hart …“ – entsprechende Inspirationen gehen raus.
❌ Jesus (verdreht genervt die Augen):
Also dreckiger Stall, meine minderjährige Mutter ohne qualifizierten Beistand bei der Geburt, die Hirten mit ihren verflohten Schafen als Geburtstagsgäste … Was noch?
🕊️ Geist (nachdenklich):
Wir werden die Szene durch einen Auftritt der himmlischen Heerscharen aufwerten, die sollen singen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden den Menschen seiner Gnade“. Wäre das was?
☀️ Gottvater (begeistert):
Ja! Das mag ich!
❌ Jesus (resigniert):
Mehr habt ihr nicht zu bieten, wenn ich als Gott Mensch werde?
🕊️ Geist (verzückt):
Wie wäre es, wenn wir einen Kometen mobilisieren? So ein Licht in der Nacht? Das macht was her!
❌ Jesus (wenig begeistert):
Ganz nett. Beleuchtung. Engel. Schafe. Hirten. Noch mehr Ideen?
🕊️ Geist (beflissen):
Ich weiß, du hast es nicht so mit der Symbolik. Aber was hältst du davon, wenn wir ein paar Könige oder Wissenschaftler vorbeischicken? Die können ja ein bisschen Würde an der Krippe verbreiten. Es soll ja alles Volk geschätzt werden.
❌ Jesus (flapsig):
Was bringen die?
☀️ Gottvater (beschwichtigend):
Geschenke, mein Sohn. Du magst doch Geschenke, oder? Ich denke, Gold, Weihrauch und Myrrhe werden dann übliche Mitbringsel sein. Dann stinkt es auch nicht mehr so im Stall. Und ich richte die Evolution der Mücken so ein, dass sie sich von Weihrauchduft fernhalten. Das wird für deine Bequemlichkeit sorgen.
🕊️ Geist (beschwichtigend):
Und der Besuch der Monarchen wertet dich auf, wenn sie dich als König und ihresgleichen willkommen heißen. Das ist nicht zu verachten.
❌ Jesus (kopfschüttelnd):
So eine Dreifaltigkeit ist wirklich nicht einfach. Glauben WIR denn tatsächlich angesichts des Aufwandes, dass sich durch die Aktion in Bethlehem etwas für die Menschheit verändert?
☀️ Gottvater (überzeugt):
… und wenn nur ein Mensch begreift, dass es Weihnachten nicht um das ultimative Smartphone geht, haben wir alle etwas gewonnen!
🕊️ Geist (überzeugt):
… und wenn Weihnachten nur eine Waffe nicht abgefeuert wird, weil eben Weihnachten ist, haben wir alle etwas gewonnen.
❌ Jesus (... endlich auch überzeugt):
… und wenn Weihnachten nur einer nicht egoistisch ist, haben wir alle etwas gewonnen.
☀️ Gottvater & 🕊️ Geist & ❌ Jesus (unisono und mit großer Gewissheit):
Sieh mal einer an – es wird alles sehr gut!
🎄Frohe Weihnachten allen, die bis hierhin gelesen haben!
Ich hoffe, dass meine kleine, leicht satirische Vor-Weihnachts-Geschichte gut unterhalten bzw. hier & da zum Nachdenken anregen konnte.
Übereinstimmungen mit biblischen Passagen wie Schöpfungsgeschichte, Weihnachtsevangelium, mit Liedtexten und anderem gedanklichen Allgemeingut sind beabsichtigt, ihr Erkennen wird durchaus begrüßt ;-)
Frohe und friedliche Weihnachtstage, gute Begegnungen & Gespräche sowie einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
PS:
Für ein neues Smartphone muss sich niemand schämen, solange die Vor-Weihnachtsgeschichte und die Weihnachtsgeschichte dadurch nicht in den Hintergrund treten!
©️ Die Geschichte kann gern geteilt werden, indem der Link zu meiner Seite geteilt wird - Raubkopien schätze ich überhaupt nicht. Das Urheberrecht liegt & bleibt bei Barbara Rath Autorin.
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