- Plattform: Thalia
- Verfasser:in: unbekannt
- Datum: 12.1.2026
- Text:
Barbara Rath hat einen grandiosen Roman geschrieben, wie ich ihn bisher in der Art nie gelesen habe.
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Stark ausgearbeitete Protagonisten mit einer Tiefe und stetiger Entwicklung, die neben einer hauchzarten Liebesgeschichte unter die Haut gehen. Wer Kafkas Verwandlung nie gelesen oder in der Schule behandelt hat, könnte erstmal ins Straucheln geraten. Kafka zieht sich wie ein roter Faden durch Julias Geschichte, ihr Leben und das gesamte Buch. Die Parallelen werden auf eine neue, erfrischende Weise, tiefgründig und zum Nachdenken anregend, an die Leserschaft herangebracht. Besonders sympathisch ist mir die Rolle der Psychologin Thermes: Mit Bedacht, Verständnis und viel Gefühl geht sie auf ihre Schützlinge ein und auf die Problematik von Julia und Roman heran. Zeit und Geduld sind eine Tugend, die in der heutigen Zeit meist fehlt. Gerade wenn es ums Funktionieren geht, wird es selten in Betracht gezogen. Ist es doch das, was am Ende zum Ziel führt. Das und – Liebe. Liebe kennt keine Grenzen, kein Alter und auch keine Herkunft. Das wusste bereits Shakespeare, wobei das Ende in dieser modernen Version von Romeo und Julia, zum Glück, ohne Tragik auskommt. Wer ein Buch sucht, das tiefgründig und dennoch erfrischend daherkommt, sollte sich Barbara Raths neuestes Werk unbedingt aneignen. Wer Leichtigkeit und schnelles Abschalten braucht, ist hier nicht an der richtigen Adresse, denn zum Nachdenken und Innehalten wird man allemal angeregt.
👋 Schade, dass ich nicht weiß, bei wem ich mich bedanken darf! 👋
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