Warum sind Rezensionen wichtig für Autoren & Verlage?
Bewertungen von Büchern sind für Autoren und Verlage sogar extrem wichtig. Sie erzeugen am Markt Aufmerksamkeit und sorgen somit dafür, dass Bücher sich verkaufen. Gute Buchbewertungen dienen anderen Kunden als Orientierungshilfe. Eine gute Rezension führt also höchstwahrscheinlich zu weiteren Buchkäufen. Mehr Käufe, mehr Besprechungen – fallen die positiv aus, setzt sich ein für Autoren und Verlage wünschenswerter positiver „Teufelskreis“ in Gang.
Nach welchen Kriterien erfolgen Buchbewertungen?
Es ist gut nachvollziehbar, dass Buchkunden wissen wollen: „Welche Bewertungsstandards nutzen große Buchplattformen?“ Amazon setzt hier schon ziemlich deutliche Standards – bei Amazon werden zwischen einem Stern und fünf Sternen vergeben: ⭐⭐⭐⭐⭐
Viele Buchblogger und Literaturkritiker richten sich danach. Auch sie arbeiten mit einer Bewertungsskala, die zwischen einem und fünf Sternen pendelt. Dabei ist ein Stern schlecht, fünf Sterne sind die beste Note, die ein Werk erreichen kann. Ganz wichtig ist dabei die Frage, nach welchen Bewertungsstandards die Sterne [oder Büchlein 📖 oder Herzen 🖤 – je nach Plattform] vergeben werden.
Aber: Es gibt noch nicht einmal verbindliche Hauptkriterien zur Bewertung von Büchern, von den Feinheiten ganz zu schweigen.
Manche Plattformen bieten eine Art Leitfaden an, der Rezensenten Hinweise darauf gibt, wie sie ihre Rezension aufbauen und worauf sie bei der Urteilsfindung achten sollen. In der Regel geben Leser jedoch schlichtweg ihre individuelle, ganz persönliche Meinung ab … und die richtet sich nach dem persönlichen Geschmack.
Geschmäcker wiederum sind verschieden, wie wir wissen. Helfen Buchbewertungen also weiter …? Solange sie einen einigermaßen plausiblen Text zu den reinen Bewertungssternchen liefern, können sie sogar eine gute Orientierungshilfe sein: wie eine Art zusätzlicher Klappentext, der aus einer individuellen Sicht verfasst ist.
Wo finde ich die Bücher mit den besten Bewertungen?
Da niemand gerne ein Buch kauft, das am Ende nicht gefällt, fragen sich viele Buchkunden, ob irgendwo eine Art Bestenliste der höchsten Bewertungen existiert. Da es aber viele Bewertungsplattformen gibt, ist diese Frage gar nicht so leicht zu beantworten. In der Regel kooperieren sie nicht, denn solche Plattformen verfolgen auch kommerzielle Ziele, und zwar allein.
Eine Liste der wichtigsten Buchbewertungsplattformen steht unter dem Artikel in Tabellenform – beginnend mit der größten und international relevantesten Plattform. (Quelle: Microsoft Copilot)
Wo werden Bestseller verlässlich rezensiert?
Auf die Frage: „Wo finde ich verlässliche Rezensionen zu aktuellen Bestsellern?“, beispielsweise gibt es keine eindeutige Antwort.
Wichtig zu bedenken: Hinter sogenannten Bestsellern stehen häufig große Verlage mit einer ebenso leistungsfähigen wie geschickten Marketingabteilung. Und wenn wir ehrlich sind, ist uns bewusst, dass Rezensionen sich kaufen lassen. Es ist nur eine Frage der Liquidität, wie viele Buchbesprechungen man kauft und wo die platziert werden.
Achtung: Damit will ich keinem Verlag, egal ob groß oder klein, unterstellen, für Titel Sterne gekauft zu haben. Ich möchte lediglich auf die Möglichkeit hinweisen – und dafür sorgen, dass Buchkunden im Hinterkopf behalten, dass der Kauf positiver Kundenmeinungen im Web weit verbreitet ist – für Hotels, Fitnessgeräte, Diätpülverchen und, ja, auch Bücher.
Bitte ebenfalls bedenken: Welcher Verlag es sich leisten kann, viele Rezensionsexemplare an bekannte Buchblogger abzugeben, wird auch am Ende die meisten Rezensionen einfahren. Und das schlägt sich wiederum in der reinen Zahl der Bewertungen nieder. Natürlich fallen die sehr unterschiedlich und je nach Meinung des Rezensenten aus ... sollte man meinen. Und doch fühlt sich so mancher angesichts eines geschenkten Buches dazu verpflichtet, im Gegenzug freundlich zu bewerten.
Welcher Buchbewertung kann man angesichts der Gesamtlage noch trauen?
Der „verifizierte Buchkauf“, der ggf. bei einer Rezension bei Amazon attestiert wird, ist ein recht gutes Indiz dafür, dass hier jemand völlig unabhängig sein Urteil hinterlassen hat, aber leider auch kein 100 %ig sicherer Beweis.
Wie ich mich auf dem Buchmarkt orientiere
Meine persönliche Lösung angesichts dieses Dilemmas sieht folgendermaßen aus: Ich schaue mir Klappentexte sehr genau an und richte mich meist wenig nach Meinungen, die gerade in den Medien oder im Netz kursieren bei der Auswahl meiner Lektüre. Bereits aus dem Klappentext bekomme ich einen ersten Eindruck von der sprachlichen Kompetenz, mit der beispielsweise ein Roman verfasst ist. Manchmal tummeln sich bereits in dieser kurzen Zusammenfassung des Inhalts auf dem rückwärtigen Cover die ersten Schreibfehler – dann bin ich schon nicht mehr interessiert. Ich mag sorgfältig lektorierte und fehlerarme Texte. (Fehlerfreiheit kann niemand garantieren; deshalb erhebe ich darauf auch keinen Anspruch.) Aber ich möchte bitte ein sorgfältig verfasstes Werk, denn schließlich verbringe ich das Wertvollste, was ich habe, damit: meine Zeit.
Im Großen und Ganzen richte ich mich zudem bei der Auswahl meiner Bücher nicht nach Aufklebern oder Listenplätzen. Spiegelbestseller? Brauche ich nicht. Ich lese auch nicht die BILD. Die Bildzeitung ist mit Abstand das meistverkaufte Blatt Deutschlands, steht also ganz oben auf der Bestsellerliste der Tageszeitungen; das heißt aber nicht, dass sie gut sein oder mir der Inhalt gefallen muss.
Ich richte mich auch nicht großartig nach Rezensionen. Mein persönlicher Kompass beim Buchkauf ist – immer noch, immer wieder – der Klappentext.
#Buchrezensionen 📚 #Bewertungskriterien ⭐ #Lesermeinung 💬
Übersicht über die wichtigsten Buchbewertungsplattformen
Kommentar hinzufügen
Kommentare